Die Eltern von Hans und Sophie Scholl waren Robert Scholl (1891-1973) und Magdalena Scholl (geb. Müller, 1881-1958). Robert Scholl war ein liberaler Politiker und Pazifist. Er lehnte das NS-Regime von Beginn an stark ab. Nach dem zweiten Weltkrieg war er Bürgermeister von Ulm. Magdalena war sehr religiös und vermittelte ihren Kindern christlich-humanistische Werte. Zusammen hatten sie fünf Kinder.
Ihre älteste Tochter war Inge Aicher-Scholl (1917-1998). Sie engagierte sich stark für die Aufarbeitung der Organisation „Weiße Rose“ und veröffentlichte 1952 das gleichnamige Buch, welches sehr erfolgreich war. Otl Aicher war ihr Ehemann.
Ihr zweites Kind war ihr Sohn, Hans Scholl (1918-1943). Hans Scholl war der Gründer der „Weißen Rose“ und ein starker Aktivist, bis ihm die Todesstrafe erteilt wurde.
Elisabeth Scholl (1920-2020) war ihr drittes Kind. dem Arzt und Weiße-Rose-Unterstützer Falk Harnack verheiratet, von dem sie sich scheiden lies, und später mit dessen Freund. Sie heiratete später und engagierte sich in der Bildungsarbeit.
Ihr viertes Kind war Sophie Scholl (1921-1943). Sie war Aktivistin der „Weißen Rose“, bis sie 1943 zusammen mit Hans getötet wurde.
Werner Scholl (1922-1944) war ihr jüngstes Kind. Er wurde wie Hans im Kriegsdienst eingesetzt. Er fiel jedoch 1944 an der Front.
In der Jugend von Hans und Sophie Scholl ist die Familie oft umgezogen, bis sie schließlich in Ulm blieb. Trotz starkem Zusammenhalt in der Familie kommt es nach dem Eintritt in die H-J bzw. BDM öfter zu Auseinandersetzungen zwischen den Geschwister Scholl und dessen Vaters.