Obwohl sich ihr Vater negativ zu den Jugend-Vereinen geäußert hat, treten Hans und Sophie der Hitler-Jugend bzw. dem Bund deutscher Mädel bei.
Hans bringt es in der H-J schnell sehr weit, da er rasch zum Fähnleinfüher aufsteigt, wobei ihm ca. 150 Jungen unterstehen. 1935 wird ihm sogar der Besuch im Parteitag 1935 in Nürnberg gewährt. Grund für sein stetiges Engagement waren das von den Nazis verbreitete Gemeinschaftsideal und die Begeisterung für die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung, die die Nazis idealisierten. Als die Hitler-Jugend immer stärker in die Uniformität gedrängt wurde und bündische Formen verdrängt wurden, kommt es zu Streitigkeiten zwischen Hans und seinen Vorgesetzten. Aufgrund dessen verliert Hans das Amt des Fähnleinführers. Als Ersatz übernimmt er eine als H-J getarnte bündische Gruppe. Mit dieser Gruppe verstößt er des Öfteren gegen Regeln.
Genau wie Hans tritt Sophie aus voller Überzeugend der Jugendorganisation „Bund deutsche Mädels“ bei. Sie übernimmt rasch Führungsaufgaben. Von anderen wurde sie als sehr engagiert und ehrgeizig beschrieben. Sophie Scholl war so überzeugt, dass die am Tag ihrer Konfirmation sogar als einziges Mädchen in Uniform vor Altar stand. Kurz danach beginnt sie, an den Idealen des NS-Regimes zu zweifeln und distanziert sich immer mehr vom Bund deutscher Mädel.