Der Hausmeister der Ludwig-Maximilians-Universität München, Jakob Schmid, spielte eine entscheidende Rolle bei der Verhaftung von Hans und Sophie Scholl. Am 18. Februar 1943 verteilten die Geschwister Scholl Flugblätter der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ in den Gängen der Universität. Kurz bevor sie das Gebäude verlassen wollten, warf Sophie Scholl die letzten Flugblätter von einer Balustrade in den Lichthof. Jakob Schmid beobachtete diese Aktion und hielt Hans und Sophie Scholl fest. Anschließend übergab er sie der Gestapo. Durch seine Meldung wurden die beiden Geschwister verhaftet und verhört. Wenige Tage später wurden Hans und Sophie Scholl sowie Christoph Probst vom nationalsozialistischen Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet. Jakob Schmid galt als überzeugter Anhänger des NS-Regimes. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er wegen seiner Unterstützung des Nationalsozialismus verurteilt. Heute wird er vor allem als die Person erinnert, die zur Entdeckung der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ beitrug.